Führungskräfte-Radar

Welche Bedingungen brauchen Führungskräfte, um wirksam zu führen? Wie denken sie über aktuelle gesellschaftspolitische Themen? Wie fühlen sie sich selbst in turbulenten Zeiten? – diesen und weiteren Fragen geht der Führungskräfte-Radar nach, eine jährliche Repräsentativbefragung von 1.000 Führungskräften.

 

Führungskräfte-Radar 2021/2022: Zwanglos gendern?

Führungskräfte sind skeptisch gegenüber verbindlichen Regeln und offenbaren eine gewisse Sorg- und Arglosigkeit bei Gleichstellungsthemen. Eine neue Auswertung des Führungskräfte-Radars gibt Anlass zur Sorge, dass Gender- und Gleichstellungsthemen in Unternehmen nicht konsequent weiterentwickelt werden. Führungskräfte in Deutschland sind gespalten, wenn es um verpflichtende Maßnahmen wie Quoten geht, und sie scheinen den Eindruck zu haben, dass wenig Handlungsbedarf besteht. Es gibt mithin eine große Diskrepanz zwischen den öffentlichen Diskursen und der Wahrnehmung des eigenen Unternehmens durch deren Führungskräfte. Überraschenderweise nehmen weibliche und männliche Führungskräfte die Themen ähnlich wahr.
Fazit: Gleichstellung ist kein Selbstläufer und muss weiter aktiv verstärkt werden.

Führungskräfte-Radar 2020/2021: Homeoffice – Fluch und Segen im Corona-Krisenmanagement

Das Krisenmanagement in den Organisationen wird positiv bewertet. Doch in der Pandemie ist innovative Führungsarbeit gefragt, weil zwar Homeoffice meist gut funktioniert, aber die kollegiale Entkopplung verhindert werden muss. Obwohl das Gros der Führungskräfte keinen Produktivitätsverlust bei den Mitarbeiter:innen durch Homeoffice verzeichnet, haben doch 44 % das Gefühl, dass sich die Mitarbeiter:innen untereinander weniger austauschen, und 55 % meinen sogar, dass sie ihre Mitarbeiter:innen nicht so unterstützen können, wie sie es gerne tun würden. Es droht der Verlust der sozialen Kontakte und damit der Identifikation mit der Organisation und dem Team.
Fazit: Führungskräfte sind als Vermittelnde gefragt!

Führungskräfte-Radar 2019/2020: Führungsmüde? Deutschlands Führungskräfte (ver-)zweifeln an ihrer Rolle

Ein Drittel der Führungskräfte in Deutschland fühlen sich belastet und verunsichert. Ihre Selbstzweifel hängen mit schlechten Führungsbedingungen zusammen. Damit verschenken Unternehmen viel Potenzial, denn wirksame Führung wird mehr denn je gebraucht.
Fazit: Die Studie zeigt, dass ein Großteil der Führungskräfte in Deutschland engagiert führt und positive Wirkungen im eigenen Arbeitsbereich sieht. Jedoch gibt es auch einen bedenklich hohen Anteil der Befragten, insbesondere der Jüngeren, die von Selbstzweifel in ihrer Führungsrolle geplagt sind und nachweislich weniger positive Wirkungen erzielen.