Kapitän blickt durch Sextant
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Top-Unternehmen im Fokus

Damals wurden sowohl börsennotierte Großunternehmen wie BASF, BMW, Henkel, ING, Lufthansa und Nestlé als auch international aufgestellte Mitteständler wie B.Braun Melsungen, Hilti und Würth als Top-Unternehmen identifiziert. Der Carl Bertelsmann-Preis 2003 wurde an die Hilti AG für die außergewöhnlich erfolgreiche Führungs- und Unternehmenskultur verliehen.

Nach einem Jahrzehnt stellt sich mit Blick auf die damals nominierten Unternehmen die Frage, wie sich das Kultur- und Führungsverständnis verändert hat.  Das Kompetenzzentrum "Führung und Unternehmenskultur" hat in Zusammenarbeit mit dem Reinhard-Mohn-Institut die Unternehmenskultur der damaligen Top-Unternehmen darum erneut analysiert. Neben einem wirtschaftlichen Fakten-Check wird durch Interviews vor Ort die Entwicklung in den letzten Jahren untersucht.  

Dimensionen der Kulturanalyse

  • Gemeinsame Zielorientierung und Werte
  • Verantwortung gegenüber der Gesellschaft
  • Arbeitsweise der Unternehmensaufsicht
  • Führungsstruktur und –verhalten
  • Führungskontinuität
  • Unternehmertum im Unternehmen
  • Adaptions- und Innovationsfähigkeit
  • Kundenorientierung
  • Shareholderorientierung

Die Studie zielt darauf ab, 

  • die Entwicklung der Unternehmen auf unternehmenskulturelle und ökonomische Veränderungen hin zu evaluieren;
  • Trends zu Kulturveränderungen und damit verbundene Erfolgsschwankungen offenzulegen;
  • den Umgang mit Krisen- und Umbruchsituationen herauszuarbeiten, um mehr über Lernmechanismen zu erfahren.  

Interessante Zwischenergebnisse

  •  Alle damals untersuchten Unternehmen existieren noch; wirtschaftlich haben sie sich unterschiedlich positiv entwickelt.
  • Die Unternehmen haben Einschnitte beispielsweise aufgrund der Finanzkrise oder durch personelle Wechsel in den Chefetagen erlebt – und in unterschiedlichem Maße Krisen als Chance für Veränderungsprozesse genutzt.  
  • Die Grundlage für die Bewältigung von Krisen wird durch ein gefestigtes Zusammenspiel von Gesellschaftern, Aufsichtsrat, Vorstand und Arbeitnehmervertretung geschaffen. 
  • Einige Unternehmen gerieten beispielsweise aufgrund von Kartellrechtsstrafen in die Schlagzeilen. Doch Verstöße gegen Grundwerte haben Prozesse der Selbstreinigung in Gang gesetzt und das Bewusstsein für eine werteorientierte Führung und die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen gestärkt.

Der Bericht  zur Studie des Reinhard-Mohn-Instituts wird im Frühjahr 2015 im Verlag der Bertelsmann Stiftung veröffentlicht.

Wenn Sie Ihre Kultur analysieren und verändern wollen, dann sprechen Sie uns gerne an!