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Heiko Roehl

Das ist einer der wichtigsten Aspekte bei der Macht. Dass man möglichst früh bemerkt, wann etwas zu wachsen beginnt. Rechtzeitig zu bemerken, wann ein Macht-Zenit überschritten wird; und vor allem zu bemerken, was stattdessen jetzt anfängt zu wachsen, langsam und leise. Diese Sensibilität ist wichtig für Manager, die gute Entscheidungen treffen wollen.

Theresia Volk, Management Consulting

In einer Befragung der Stiftung in Kooperation mit dem GfK Verein überrascht die positive Sicht der Beschäftigten auf Macht in Unternehmen. Vorgesetzte tun sich oft schwer damit anzuerkennen, dass sie allein qua Funktion Macht besitzen. Ihr machtvolles Verhalten im direkten Umgang mit ihren Mitarbeitern wird aber häufig positiv erlebt. Die meisten Chefs agieren auf eine Art und Weise machtbewusst, die ihre Mitarbeiter als förderlich und sinnvoll wahrnehmen. Das stellte die Bertelsmann Stiftung in einer repräsentativen Befragung im Juni 2014 fest.

Studie: Chefs besser als ihr Ruf. Mitarbeiter beurteilen die Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten überwiegend positiv. Mögen sie auch gelegentlich auf ihre Chefs schimpfen – insgesamt stellen Arbeitnehmer in Deutschland ihren direkten Vorgesetzten ein gutes Zeugnis aus. 78 Prozent der Beschäftigten sind zufrieden mit ihrem Chef, von den unter 29-Jährigen sagen dies sogar 83 Prozent. Laut einer repräsentativen Befragung der Bertelsmann Stiftung und des GfK Vereins, bescheinigen die Mitarbeiter ihren Vorgesetzten mehrheitlich Fairness und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Macht.

In der aktuellen Ausgabe von "side step - Beiträge zu einer anderen Unternehmenskultur" finden sich aus vielen Blickwinkel differenzierte Gedanken zum Umgang mit Macht in den Unternehmen. Wie ändern sich aktuell Machtstrukturen, -symbole oder Legitimationsmechanismen für Führungskräfte in den Organisationen? Entscheidungswege als Vehikel von Macht in Unternehmen werden immer unübersichtlicher. Das erschwert die tägliche Arbeit im Großen wie Karrieren im Kleinen. Lesen Sie im Leitartikel "Macht macht nichts? Im Gegenteil." von Martin Spilker und Prof. Heiko Roehl  wie sich die Veränderungen organisationstheoretisch einordnen lassen.

Im Juli 2014 fand in Berlin das 4. Alumni-Meeting der Executive Trainings statt. Es trafen sich rund 160 ehemalige Teilnehmer und diskutierten zwei Tage lang, wie sie in ihren Unternehmen "Mit Macht - verantwortungsvoll führen" können. Durch den Beitrag von Suzanne Grieger-Langer, Profiler, lernten sie die sieben Säulen der Macht kennen.