Smartphone mit Miniatur-Menschen
Heiko Roehl

Tag 1 | Montag, den 16.10.2017  

Der erste Tag unseres Trainings zur zukunftsfähigen Führung startete mit freudiger Erwartungshaltung. Jeder Seminarteilnehmer kam mit seinen beruflichen und auch persönlichen Fragestellungen und es war faszinierend zu erleben, wie sich im Laufe des ersten Tages aus dem gegenseitigen „Beschnuppern“ bereits Teamspirit entwickelte, ebenso wie das Gefühl der Zugehörigkeit zur Teilnehmergruppe.

Ein sehr guter organisierter Ablauf überzeugte und der begleitende Spätsommer-Sonnenschein lud zu beschwingtem Gedankenaustausch ein. Die beiden Trainer sind sehr gut aufeinander abgestimmt und verstehen es, viele Impulse und auch Schmunzler beim Zuhören zu platzieren. Prof. Dr. Roehl versteht es den wissenschaftlichen Blickwinkel mit vielen praktischen Beispielen greifbar und annehmbar zu gestalten.

Ein Highlight des heutigen Tages war der äußerst greifbare und lebendige Beitrag von Konteradmiral Carsten Stawitzki. Herr Stawitzki hat die Gruppe an seinen Treibern und Wahrnehmungen zu zukunftsfähiger Führung bei der Bundeswehr teilhaben lassen und hat alle Teilnehmer in seinen Bann gezogen. Die gemeinsame Stunde verflog nur so im Zeitablauf und wir durften die Unterscheidung einer Führungskraft von der Durchführungskraft kennenlernen und dass Risikobereitschaft gepaart mit „Machen“ eine Voraussetzung für Erfolg im Umfeld von Herrn Stawitzki ist. Auch die Betrachtungsweise, dass es für Herrn Stawitzki einen Business Case = Sicherheit herzustellen gibt, hat der Gruppe ein tolles Transfer-Angebot in unsere Corporate Welt gegeben.

Der gemeinsame Tag heute hatte bereits eine tolle Spannungskurve und die Gruppe schaut mit noch größerer Vorfreude den weiteren Trainingstagen entgegen. Es darf so weitergehen J

Stefanie Sorgenicht
Henkel AG & Co. KGaA

Tag 1 | Montag, den 16.10.2017  

"Auszeit vom Alltag" - so das Motto des Hofgut Georgenthal. Bedeutet für uns Teilnehmer eine Auszeit vom Führungsalltag, um „vom im System zum am System denken zu kommen“.

Sowohl das Hofgut, das im Jahre 1692 entstand, als auch der Teilnehmerkreis hat eine Menge an Geschichten zu erzählen. Damals ging es im Hofgut um 250 Morgen Wiesen, Wälder und Felder. Heute geht es um Digitalisierung, Agilität und Regulatorik. Dazu noch historisch aktuelle Evergreens wie stetiger Umbruch und Familie. Letztere auffälliger Weise in der Neuzeit bei den Herren als Fundament für ihr Schaffen, bei den Damen als Anspruch neben ihrem Wirken als Führungskraft.

„Kunst“ kommt von „können“. Einige Ergebnisse dieses Könnens von Brele Scholz und Karl Heinz Traut sind im Hofgut ausgestellt. Wie kunstvoll die vier VTGs („Verarbeitungs- und Transfer-Gruppen“ – selbst dieser Begriff ist Kunst) mit den ihr gestellten Aufgaben umgehen, wissen wir erst am Ende der Woche. Was wir allerdings bereits jetzt schon wissen ist, dass sie es mit der Current Concern Methode angehen werden. Denn „die Weisheit sitzt hier im Kreis“.

Weiter geht es mit dem Regionalmuseum „Limes im Hofgut“ (Mo-So von 9:00-12:00 Uhr, Eintritt frei). So, wie der Limes eine klare Grenze zwischen dem römischen Reich und den barbarischen Germanen gezogen hat, haben wir es zwischen Routine (Exploit) und Erneuerung (Explore) getan. Ein Paradebeispiel für eine solch räumliche Trennung ist das momentan für nahezu jeglichen Vergleich herangezogene Apple. Die Routine wird dort höchst standardisiert in Asien, die Erneuerung sehr kreativ in Cupertino betrieben. Besser hätten es selbst die Römer nicht gekonnt.

Was kann zum Abschluss des Tages Fürst Georg August Samuel von Nassau-Idstein, den Gründer des Hofguts, noch übertreffen? Die Antwort ist: Ein waschechter Konteradmiral in Uniform! Dieser veranschaulichte beeindruckend seine Sichtweisen zu Digitalisierung und Wehrplicht, sowie historischen und künftig möglichen Veränderungen in einem Zeitraum von 30 Jahren. Gelernt haben wir auch, dass die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr, die „kein Startup ist“ (Zitat), mit der Formel „Fähigkeit = Material * Menschen * Ausbildung“ berechnet werden kann. Hätte das damals der Fürst von Nassau-Idstein gewusst, hätte der 30-jährige Krieg in der Region vielleicht nicht ganz so lange gedauert.

Jürgen Krätzer
ING-DiBa AG

Tag 2 | Dienstag, den 17.10.2017

Wow, das war ein Tag. Intensiv und mit unterschiedlichsten Eindrücken. Der Tag begann mit einem Streifzug zum Thema "Was sind Hindernisse in einem erfolgreichen Change-Management". Weiter ging es mit Führung 2.0; Führung als Veränderungsmanagement; Führung als Kontextsteuerung; Führung als Dialog. 

Anschließend stellte sich Herr Peter G. Mohnen, CFO und Mitglied des Vorstandes der KUKA AG zu einem Interview zur Verfügung. Die KUKA AG wurde zum Beginn des laufenden Jahres nahezu vollständig von Midea übernommen. Er hatte Spannendes zum Thema Management und Mitarbeiterführung zu berichten. 

Am Nachmittag besuchte uns Herr Prof. Dr. Götz E. Rehn, Gründer und Geschäftsführer der Alnatura Produktions- und Handels GmbH. Unter dem Motto "Sinnvoll für Mensch und Erde" gab er uns Einblicke in seine Ansätze von Unternehmen- und Mitarbeiterführung, seine Prinzipien und seine Vision für die Zukunft. 

Ein Thema ganz am Ende des Tages machte die gesamte Runde nachdenklich und regte zu heftigen Diskussionen, auch beim anschließenden Abendessen, an: das Thema "Rollenfunktion". Ein Teil der Persönlichkeit jeden Mitarbeiters und jeder Führungskraft ragt in die Organisation, für die die jeweilige Person arbeitet. Wo ist die Trennlinie und was ist das rein private ICH? Wie sauber soll/muss man zwischen privatem und professionellen ICH trennen? 

Welche Auswirkungen haben Situationen, in denen das professionelle ICH in den privaten Bereich diffundiert und was sind die Auswirkungen? Was passiert bei Nichtbeachtung der Trennlinie? Wie wirkt sich das auf die Organisation aus? Alles hochspannend!

Helmut Rach
BGL BNP Paribas SA

Tag 3 | Mittwoch, den 18.10.2017

Es ist Mittwoch, der dritte Tag und beim Abendessen lassen meine Sitznachbarin und ich unter dem Genuß eines Weißweins den Tag nochmal Revue passieren.

Es ging heute um Macht - Nelson Mandela, Vladimir Putin, Angela Merkel.
Robert Redford als Pferdeflüsterer hat uns gezeigt, wie wirkungsvoll es ist am System, statt im System zu arbeiten. Ein paar Sequenzen aus ‚Hero‘ haben eindrucksvoll sichtbar gemacht, wie einsam Macht machen kann. Wir reden über die dunkle Seite, über Machtlosigkeit und wie Macht in jeder Begegnung eine Rolle spielt. Wir wissen nun, dass der Tiger nur geht, wenn wir ihn nicht füttern.

Das Thema meines Projektes hat sich heute schon wieder geändert. Mir wird klar, dass das nur so ist, weil ich durch die Gespräche schon zwei Themen bearbeitet habe und immer näher an das komme‚ worum es eigentlich geht. Morgen geht’s weiter - Ich freue mich.

Inge Sanders
Airbus Operations GmbH

Tag 4 | Donnerstag, den 19.10.2017

Was schon Donnerstag? Die letzten 3 Tage sind trotz voller Agenda und intensiven Vorträgen und Diskussionen, die teilweise bis weit über das Abendessen hinausgingen, wie im Flug vergangen.

Und heute sollte uns wieder ein spannender und intensiver Tag bevorstehen. Neben dem letzten externen Vortrag für diese Woche und einem Vortrag und Übungen zu „mentaler Kompetenz“, standen heute unsere persönlichen Projekte im Fokus (Weiterentwicklung und erste Vorstellungen).

Für viele, mich eingeschlossen, war der Vortrag und die Diskussion mit Frau Simone Menne (CFO bei Boehringer Ingelheim) das Highlight des Tages. Auch wenn sich die Anforderungen an Führung aus ihrer Sicht geändert haben, gibt es einige „traditionelle“ Aspekte, die nach wie vor Gültigkeit haben. Zentrale Voraussetzung für eine gute Führungskraft ist auf Basis ihrer Erfahrung, dass man Menschen mag, Interesse hat andere Menschen zu entwickeln und sich bewusst ist, was es heißt Vorbild zu sein. Man muss aber auch bereit sein unangenehme Dinge zu tun. Auf die Frage, welche Aspekte im Rahmen der Entwicklung / Einstellung von Führungskräften in den nächsten Jahren besonders relevant sein werden, nennt sie die „interkulturellen Aspekte“, eine eher „generalistische Ausrichtung“, „Teamfähigkeit“ sowie „Risikobereitschaft“.

Bevor es dann am Nachmittag in die Finalisierung der Projekte und die ersten Coachings ging, durften wir uns in einer intensiven Session mit der Bedeutung von mentaler Kompetenz auseinandersetzen. Besonders spannend fand ich die Ausführungen und Übungen zu „Selbstwirksamkeitsüberzeugung“ und „Ankertechniken“.

Wer mochte, konnte zu später Stunde nach dem Dinner noch an einer Vertiefungs-Session zum Thema „Change Management“ teilnehmen.

Felix Miederer
Commerzbank AG

Tag 5 | Freitag, den 20.10.2017

Feedback ist immer ein Angebot, ein Geschenk, bei dem der Empfänger entscheidet, ob er es annimmt. 

Wir alle wurden gestern und heute im Rahmen der Vorstellung der einzelnen Projekte reichlich beschenkt. Bemerkenswert ist, dass sich alle Teilnehmer sehr offen und vorbehaltslos auf die Übung eingelassen haben. Das war möglich, weil im Laufe der Woche aus einer Gruppe von Teilnehmern Peers geworden sind.

Die Woche war intensiv, aber auch kurzweilig. Alle Inhalte waren gut aufeinander abgestimmt und wurden äußerst kompetent von den beiden Trainern moderiert. Den Organisatorinnen der Bertelsmann Stiftung ist es gelungen, der Veranstaltung einen besonderen Rahmen zu verleihen – sehr dezent und dennoch für alle präsent.

Erwähnen möchte ich auch die Vorstände/Gäste, die die Zeit gefunden haben, in der Woche mit uns in den Dialog zu treten und ihre Erfahrungen und Vorstellungen zu zukunftsfähiger Führung zu teilen. Hervorzuheben ist, wie planvoll diese Inhalte im Nachgang von den beiden Trainern für weitere Trainingssequenzen eingesetzt wurden.

Mein Highlight der Woche sind die Menschen, die ich kennengelernt habe. Durch deren Offenheit und die Bereitschaft sich auszutauschen, ist im Laufe der Woche eine emotionale Verbundenheit entstanden, die außergewöhnlich ist. Der Grundstein für ein tragfähiges Netzwerk ist gelegt – nutzen wir die Chance! Ich freue mich jetzt schon auf unser Treffen im März 2018.

Elfriede Schmitt-Jones
Deutsche Telekom AG

 

 

 


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