Löwe schläft auf einem Ast in der Steppe

Auf das Wesentliche fokussieren und alles Überflüssige weglassen! – was, wie ein Satz aus einem Leadership-Seminar oder Zeitmanagement-Ratgeber stammen könnte, ist nichts anderes als die Strategie der Löwen, um in der afrikanischen Gluthitze zu überleben. In 4 Stunden am Tag alles regeln, was erforderlich ist? An 20 von 24 Stunden das tun können, wozu man Lust hätte? Von so einem Tagesablauf und solcher Leistungsbilanz würde sicherlich auch so manche Führungskraft träumen. Wenn da nicht immer die Kunden wären …? Und die Mitarbeitenden verlangen ja auch noch ihr Recht …? Wenn man sich da nicht immer auch mal selbst im Weg stehen würde …? Und am Ende gibt es ja noch den Partner …?

Alles Ausreden und schon gar keine Gründe, sich im Nichtstun zu üben, sagt Bestseller-Autorin Martina Haas („Networking“). Für ihr aktuelles Buch „Die Löwenstrategie – Wie Sie in 4 Stunden mehr erreichen als andere am ganzen Tag“ hat sie u. a. 20 Tiefen-Interviews mit Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen geführt. Neben der erfolgreichen Unternehmerin Ulrike Detmers, dem renommierten Zukunftsforscher Matthias Horx, Benediktiner-Abtprimas Notker Wolf und Bestseller-Autor Hermann Scheerer („Fokus!“) stand auch Martin Spilker vom Kompetenzzentrum „Führung und Unternehmenskultur“ der Autorin für das Kapitel „Von souveräner Führung und funktionierenden Teams“ Rede und Antwort.

Martina Haas und Martin Spilker im Gespräch Foto: Therese Ulrich, Springfilm-Produktion

In der heutigen Zeit käme es zunehmend darauf an, dass Menschen nicht nur eigenverantwortlich Entscheidungen treffen, sondern dafür auch die Konsequenzen übernehmen.  Die Delegation von Verantwortung sieht Martin Spilker als eines der Erfolgsprinzipien von Organisationen . Dazu gehören Leidenschaft und Mut. Vorgesetzte sollten deshalb durch ihr Handeln überzeugen und mit ihren Werten Vorbilder sein. Reinhard Mohn hätte mit seiner Risikobereitschaft aber auch seiner Fähigkeit, Menschen Vertrauen zu gewähren, diesen Typus eines betriebswirtschaftlich weitsichtig, gleichzeitig aber verantwortlich handelnden Unternehmers verkörpert.

Wo für Führungskräfte aktuell die höchsten Anforderungen liegen? Im Umgang mit Fehlern und im Nein-Sagen – Führung hieße oftmals auch zu enttäuschen – so Martin Spilker. Am Ende seien es aber immer Delegation, Freiraum und Dezentralität, die Führungskräften die größten Erfolgschancen einräumten. Dadurch würden immer wieder neue Produkte, Prozesse, Gedanken etc. entstehen – eben Innovationen generiert. Voraussetzung: Bei allen Erfolgen immer auf dem Teppich bleiben und nicht die Bodenhaftung verlieren.

Teilnehmer des Podiums mit Paolo Masaracchia Foto: Therese Ulrich, Springfilm-Produktion

Dass diese These vor dem Hintergrund flexibler Arbeitsmodelle und dem Einfluss von Social Media virulent zu diskutieren sind, zeigte die von Martina Haas geleitete Podiumsdiskussion anlässlich der Buchvorstellung vor 140 Gästen im Berliner MOA-Hotel mit Ex-Bahn-Chef Heinz Dürr, dem Berliner „Unternehmer des Jahres“ Frank Becker, Fa. Collonil, und Martin Spilker.

Publikation

Publikation

Publikation

Publikation