Smartphone mit Miniatur-Menschen
Heiko Roehl

Tag 1 | Montag, den 10.09.2018  

Heute fand der erste Tag des mit Spannung erwarteten Seminars „Zukunftsfähige Führung 2018“ der Bertelsmann Stiftung statt. Tagungsort ist das Hofgut Georgenthal in Hohenstein. Wunderschön gelegen – eingebettet in einen Golfplatz. Das Tagungshotel lädt einfach zum Verweilen ein und überträgt die Ruhe auf die Tagungsteilnehmer.

Nach einer charmanten Vorstellungsrunde der Kursleiter stellten sich alle Teilnehmer kurz vor und ich freue mich darauf, alle mit ihren interessanten Lebensläufen im Laufe der Woche besser kennen zu lernen.

Anschließend wurde der umfangreiche „Stundenplan“ für die Woche präsentiert. Die Tage sind voll ausgelastet und verplant und uns erwarten auch drei interessante Referenten, von denen wir zum Thema Führung und Veränderung viele Impulse und Anregungen erfahren können und sicherlich das ein oder andere in unseren eigenen Führungsalltag integrieren können.

Neben den Vorträgen der Kursleiter wurden wir als Kursteilnehmer in einer Sequenz aufgefordert, über eigene kreativ gezeichnete Bilder einen kleinen Einblick über unsere aktuelle Situation im Unternehmen zu geben. Auch der Abschluss des Tages erfolgte über die Auswahl von Fotografien, die unsere Situation am besten bildlich beschreiben konnten und über die wir uns mit einem anderen Kursteilnehmer austauschten.

Spannend für mich war insbesondere die Analyse einer Sequenz aus dem Film „Der Pferdeflüsterer“ anhand derer die zwischenmenschliche Beziehung der Beteiligten analysiert wurde. Die Analyse sollte Verständnis für die Beziehung von Führungskräften zu ihren Mitarbeitern und deren Reaktionen geben.

Eine wichtige Erkenntnis für mich ist heute: Ich kann nur mich selbst und nicht andere verändern.

Ich bin gespannt auf die kommenden Tage.

Melanie Braun
STEAG GmbH

Tag 2 | Dienstag, den 11.09.2018

Nach einem sehr intensiven ersten Tag mit vielen neuen Gesichtern, Themen und Eindrücken beginnt der zweite Tag mit der Vorstellung und Interpretation ausgewählter Bilder einiger mutiger Kursteilnehmerinnen: interessante Perspektiven und Blickwinkel auf Persönlichkeiten und Themen. Die heterogene Gruppe wächst langsam zusammen und trotz unterschiedlicher Branchen- und Firmenherkunft sowie Themenstellungen gibt es doch viele Gemeinsamkeiten.

Im Theorieteil gab es viel „geistiges Futter“, das es noch in den Kontext der eigenen Führungsaufgabe und des eigenen Unternehmens zu stellen heißt. Hier werden sicherlich die weiteren Kurstage helfen.

Vor der Mittagspause ging es um die Klärung und das durchaus abweichende Verständnis einiger Begrifflichkeiten. Das habe ich leider verpasst, da die Welt draußen nicht still steht und ich mich für zwei Stunden arbeitstechnisch ausklinken musste. Schade!

Am Nachmittag gab es Besuch einer durchaus charismatischen Referentin, die spannende Einblicke sowohl in ihre Vita als auch in ihre Führungsherausforderungen bei der Deutschen Bahn gewährte und dabei durchaus auch polarisierte. Die Diskussion im Anschluss war spannend und kontrovers und hat erneut bestätigt, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können, obwohl vordergründig alle auf das Gleiche blicken.

Mit einem gemeinsamen Abendessen klang der zweite Kurstag bei Wein und intensiven Gesprächen aus. Ich bin gespannt auf morgen.

Angelika Alt-Scherer
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tag 3 | Mittwoch, den 12.09.2018

“Culture eats strategy for breakfast” (Peter Drucker).

Wir taten zunächst recht gut daran, am heutigen dritten Seminartag reichhaltig zu frühstücken – bevor wir dann in einem sehr einsichtsreichen und auch langen interessanten Tag noch viel über Kultur und vor allem die Veränderung von Kultur lernen würden.

Den Einstieg machte Bernd Kessel mit verschiedenen Spotlights auf Themen im Kontext Ambidextrie. der „Golden Circle“ (What, How, Why), das Modell der „Poolorganisation“ und einiges mehr stimmte uns auf den Tag ein.

Im Anschluss berichtete Gastreferent Dr. Sebastian Harrer, Leiter Personal ING-DiBa AG, vom Weg seines Unternehmens, die Führungskultur – fundamental – hin zu einer agilen Organisation zu transformieren. Ausgangsthese: Führung = Zusammenarbeit. Die Zusammenarbeit in unserer Runde funktionierte. Wissbegierige Fragen und seine Antworten führten zu einem bereichernden Austausch.

Oliver Haas übernahm dann in einer weiteren Theorie-Session des Tages die Darstellung zu „Leading Change“. Bewahrungswille als Teil eines jeden, die Gründe dafür, aber gleichsam auch den neurobiologisch angelegten Gestaltungswillen des Einzelnen beleuchtete und erklärte er.

Nach dem Mittagessen zogen wir uns in unsere „VTGs“ zurück und arbeiteten zusammen in der Kleingruppe an den verschiedenen Projektideen. Mit „Rollenmodellen“ rundete Bernd Kessel vor dem Abendessen dann das Programm ab.

Zum „Kamingespräch“ besuchte uns am Abend Sabine Kluge (Kluge Consulting GmbH). Absolutes Top-Thema war dabei „Working Out Loud“, das sie in Deutschland maßgeblich vorantreibt.

Wer jetzt die Dinge dann noch etwas setzen lassen wollte, hatte nicht nur hierzu bei einem Glas Wein die Möglichkeit, auch Frau Kluge blieb uns noch für die ein oder andere Nachfrage und Diskussion dabei erhalten.

Ein toller Tag, mit vielen Eindrücken und Details, aus denen ein jeder für sich die wichtigsten ziehen… und weiterdenken kann.

Sabine Kaiser
BASF SE

Tag 4 | Donnerstag, den 13.09.2018

Der Tag beginnt anders als die Tage zuvor. Die Sonne hat uns verlassen und dichter, diesiger Nebel gepaart mit Nieselregen liegt über unserem Tagungsort, Hofgut Georgenthal. Die Temperaturen sind von 30 auf gerade einmal 15 Grad gefallen, aber dafür ist die Luft angenehm frisch und sauerstoffreich - im Grunde beste Bedingungen zum Lernen. 

In der Gruppe scheint sich eine gewisse konstruktive Eigendynamik entwickelt zu haben. Mittlerweile kennen wir uns ein wenig besser, was sich nicht zuletzt auch auf die Motivation und die Stimmung positiv auswirkt.

Um 9:00 Uhr beginnen wir unser Programm mit einer kurzen Rekapitulation des Besuchs von Frau Sabine Kluge am Vorabend. Im Anschluss werden wir von Bernd Kessel um eine Kursüberprüfung gebeten. Wohl zur großen Überraschung von Bernd Kessel und Helena Ernst entwickelt sich schnell eine rege Diskussion mit dem Tenor, das noch vor uns liegende Programm zu ändern. Statt die erbetenen "Personal Cases", die bereits in den kleineren Peergroups ausgiebig erörtert wurden, noch einmal vor großem Auditorium vorzustellen und zu reflektieren, wünscht sich die Mehrheit der Teilnehmer, die verbleibende Zeit für Input aus den Themen Neurobiologie, Psychologie, Kultur und Macht zu nutzen. Nach kurzer Bedenkzeit lassen sich Bernd und Helena darauf ein und so machen wir's dann auch - agiles Management einmal anders!

Nach der Pause gewährt uns Bernd vertiefte Einblicke zu Kultur und Kulturmodellen, u. a. den MBTI-Test zur Typologie-Bestimmung und an einem seiner Fallbeispiele die Handlungsfelder tiefer und nachhaltiger Transformation. Das bietet uns Gelegenheit, Zusammenhänge - gespiegelt an unserer eigenen Realität - zu hinterfragen und in einen kontroversen, aber gleichsam konstruktiven Diskurs einzusteigen. 

Im Anschluss an die Mittagspause schlägt Bernd Kessel vor, zumindest anhand von einigen Freiwilligen deren "Personal Cases" in der Gruppe zu erörtern. Nach jedem Vortrag haben wir Gelegenheit Fragen zu stellen und eine eigene Bewertung abzugeben, was zu interessanten Diskussionen führt, aus denen jeder etwas für sich mitnehmen kann.

Den vierten und letzten Part des Tages nutzt Bernd Kessel, um uns die Themen emotionale Intelligenz und Neurobiologie noch etwas näher zu bringen. Die Übungen "Ich kann das nicht." vs. "Ich will das nicht." oder "Ich muss das tun." vs. "Ich habe mich dazu entschieden, das zu tun/nicht zu tun." bringen uns zu neuen Erkenntnissen. Ebenso geht es uns mit seinen Erläuterungen zur Erzeugung von Verhaltensänderungen durch Verankerung neuer mentaler Muster mit Hilfe von Erinnerungshilfen (Bilder, Gegenstände, Musik etc.).

Gegen 19:00 Uhr beschließen wir das Programm. Insgesamt war es ein sehr gewinnbringender Tag für alle, der gezeigt hat, dass sich Agilität und Flexibilität auch in der Gestaltung des Programms auszahlen und am Ende mit einem dicken Applaus honoriert wurden.

Jan Gesau
Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINB)

Tag 5 | Freitag, den 14.09.2018

Eine sehr intensive und kurzweilige Woche liegt hinter uns. Zum Start noch etwas zurückhaltend, doch nach kurzer Zeit sind wir als Gruppe gut „zusammen gewachsen“ und hatten viele spannende Diskussionen; abends beim Abendessen mit einem leckeren Glas Wein wurden einige Diskussionen abgerundet oder neue Themen, Herausforderungen gefunden. Viele Coachings und „peer to peer“-Gespräche wurden in dem netten Innenhof des Hofguts Georgenthal geführt. Nach kurzer Zeit hat uns alle eine sehr vertrauensvolle Atmosphäre umgeben.

Eine Vielzahl von Themen zu Macht, Führung, Kultur, Change, Neurobiologie, Künstliche Intelligenz etc. haben wir in dieser Woche mit tollen und sehr kompetenten Beratern vertiefen können. Die spannenden Praxisbeispiele der Berater wurden für den eigenen Arbeitsalltag von vielen als sehr nützlich empfunden. Externe Beiträge haben mit spannenden Diskussionen die Themen abgerundet. Ein gut aufeinander abgestimmtes Programm liegt hinter uns.

Feedback von unterschiedlichen Personen aus unterschiedlichen Unternehmungen zu bekommen, ist nicht selbstverständlich, man muss sich darauf einlassen und Vertrauen schenken. Der Gruppe ist dies sehr gut gelungen und viele wurden reichlich beschenkt. 

Es hat mir sehr viel Freude bereitet Euch alle kennenzulernen und ich freue mich auf unser nächstes Treffen.

Elke Hüttner
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH


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